Van Hall Larenstein University of applied sciences

Rick Heeres

„Was mit Katzen auf Schiermonnikoog begann, führte schließlich zu Bären in Schweden. Dank des Studiums erhielt ich das Vertrauen und die Werkzeuge, um diesen Weg zu gehen.“

Tag der offenen Tür

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Rick Heeres

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Tag der offenen Tür

„Was mit Katzen auf Schiermonnikoog begann, führte schließlich zu Bären in Schweden. Dank des Studiums erhielt ich das Vertrauen und die Werkzeuge, um diesen Weg zu gehen.“

Von Leeuwarden bis in die Wildnis

BachelorVollzeitTiereTiermanagement

Rick Heeres hat Tiermanagement - Wildlife Management studiert. Inzwischen promoviert er über das Verhalten von Braunbären in Schweden. Er berichtet, wie ihn das Studium auf eine internationale Forschungslaufbahn vorbereitet hat.

Mein Name ist Rick Heeres und ich habe 2017 den Studiengang Tiermanagement -Wildlife Management in Leeuwarden abgeschlossen. Danach arbeitete ich kurze Zeit als Praxisdozent an der VHL, bevor ich mich entschloss, mich mit einem Masterstudium in Schweden weiter herauszufordern. Inzwischen bin ich PhD Research Fellow in Norwegen und forsche zum Sozialverhalten von Braunbären in Schweden. Eine Reise, die mit einem Studium begann und sich zu einer internationalen Karriere in der Wildtierforschung entwickelte.

Warum ich mich für Tiermanagement entschieden habe

Eigentlich wollte ich immer Tierärzt werden, aber das VWO war nicht mein Weg. Also suchte ich nach einem anspruchsvollen Studiengang an einer Hochschule, der zu meinen Interessen passte, und kam schnell auf Tiermanagement in Leeuwarden. Ich wollte vor allem viel draußen im Feld sein, Arten kennenlernen und beobachten. Das hat während des Studiums, und auch danach, vollkommen geklappt.

Schon bald erkannte ich auch, wie wichtig Fähigkeiten wie GIS und Statistik sind, wenn man weiterstudieren oder bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben möchte. Deshalb arbeitete ich während meines Studiums auch als studentische GIS-Assistent.

Die Kombination aus Theorie und Praxis ist im Studiengang Tiermanagement gut integriert, und man bekommt den Raum, sich selbst herauszufordern, etwa durch Auslandsabenteuer. Das Studium hat mich wirklich auf alles vorbereitet, was danach kam: von meiner Stelle an der VHL bis hin zu meinem Master und meiner Promotion.

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Höhepunkte aus meiner Studienzeit

Der Beginn des Studiums war für mich ziemlich anspruchsvoll. Es gab Fächer, bei denen ich damals dachte: Wofür brauche ich das eigentlich? Aber ab dem Start der Major Wildlife Management hatte ich direkt eine starke Verbindung zu einigen Lehrenden. Dadurch konnte ich studentische Assistentin werden und an meinen GIS-Kompetenzen arbeiten, etwas, das mir später enorm geholfen hat.

Einer der wichtigsten Schritte war mein Praktikum in Kanada. Durch eine Dozentin wurde ich mit einem Projekt über Vielfraße an der University of Alberta verbunden. Ich durfte mit ins Feld, sah Wölfe und sogar einen Schwarzbären, und schrieb schließlich einen wissenschaftlichen Artikel. Diese Erfahrung eröffnete viele weitere Möglichkeiten, wie Feldforschung zu Füchsen in Deutschland und Vielfraßen in Schweden.

Aber auch in den Niederlanden habe ich unvergessliche Dinge erlebt: Nachts mit einer anderen Studentin in Lelystad auf Muskratten-Suche, Feldforschung zu Ottern, Hasen und verwilderten Katzen, oder allein mit dem Fahrrad durch die Dünen von Schiermonnikoog, in Stille, auf der Suche nach Katzen, und plötzlich sah ich ein jagendes Waldkauz-Paar. Das sind Momente, die bleiben.

Rückblickend blicke ich mit großer Wertschätzung auf das Studium zurück. Währenddessen dachte ich manchmal, dass manches besser sein könnte, aber heute sehe ich, wie viel es mir gebracht hat. Ich würde es jederzeit wieder tun.

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Was ich gelernt habe und wo ich jetzt stehe

Das Studium hat mich genau auf die Karriere vorbereitet, die ich mir vorgestellt hatte. Während meiner Praktika und der Abschlussphase habe ich mich selbst wirklich kennengelernt, und das ist entscheidend, um das Beste aus sich selbst herauszuholen. Gerade durch diese Herausforderungen lernt man, die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen.

Nach einem kurzen Gespräch mit einer Dozentin über mein letztes Praktikum kam ich zu einer führenden Forscherin in Kanada. Dort begann mein Weg in die Karnivorenforschung in Nordamerika und Europa. Ohne dieses Praktikum wäre ich heute nicht an diesem Punkt.

Inzwischen habe ich Projekte in Schweden und Deutschland durchgeführt und arbeite in Norwegen an einem Promotionsprojekt über das Sozialverhalten von Braunbären.

Ratschläge für zukünftige Studierende

Seit meiner Studienzeit hat sich sicher vieles verändert, aber eines bleibt: Lass dich nicht von Fächern abschrecken, die dich auf den ersten Blick nicht ansprechen. Diese Grundlagen erweisen sich später oft als wichtiger, als man denkt. Und fordere dich selbst heraus, bei deinen Praktika und deinem Abschlussprojekt. Gerade die schwierigen Momente sorgen dafür, dass du wächst.

Hab keine Angst, Lehrende um Hilfe zu bitten. Frage nach Positionen als studentischer Assistent, suche nach Vertiefung. Du holst so viel mehr aus deinem Studium heraus, wenn du über den Unterricht hinausblickst. Ich war sicher nicht die beste Student und habe auch mal kritische Rückmeldungen von Lehrenden bekommen. Aber das machen sie nicht, um dich zu bremsen, sondern um dich weiterzubringen.

Auch später, im Berufsfeld, wirst du mit Hürden konfrontiert. Was du im Studium lernst, hilft dir, damit umzugehen. Nutze die Chancen, die sich dir bieten, denn sie führen immer zu neuen.

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