Van Hall Larenstein University of applied sciences

Ouke de Jonge

„Das Studium hat mir beigebracht, präzise zu arbeiten, analytisch zu denken und Theorie direkt mit der Praxis zu verbinden, genau das tue ich jetzt täglich beim NFI.“

Tag der offenen Tür

  • Online

    19. März

  • Online

    4. Juni

Ouke de Jonge

foto Ouke de Jonge FLO

Tag der offenen Tür

„Das Studium hat mir beigebracht, präzise zu arbeiten, analytisch zu denken und Theorie direkt mit der Praxis zu verbinden, genau das tue ich jetzt täglich beim NFI.“

Mein Name ist Ouke de Jonge und ich gehörte zur ersten Kohorte des Studiengangs Forensische Laborforschung. 2023 habe ich mein Studium abgeschlossen und mich auf die Suche nach einer passenden, spannenden Stelle gemacht. 2024 stieß ich auf eine interessante Ausschreibung beim NFI. Seit September 2024 arbeite ich dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für chemische und physikalische Spuren (CFS).

Warum ich mich für dieses Studium entschieden habe

Ich habe mich für dieses Studium entschieden, weil es ein einzigartiges Angebot ist, besonders im Norden der Niederlande. Was mich besonders angesprochen hat, war die Abwechslung im Unterricht: von Chemie bis zur Tatortuntersuchung. Diese Kombination fand ich sehr spannend.

Außerdem hat mir die überschaubare Größe von Van Hall Larenstein gut gefallen. Der persönliche Kontakt zu den Dozierenden und die angenehme Atmosphäre sorgten dafür, dass ich mich schnell wohlgefühlt habe. Auch praktisch gesehen war es attraktiv: Der Standort in Leeuwarden ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Forschung hat mich schon immer interessiert. Nach einem Tag der offenen Tür und einem sehr inspirierenden Schnuppertag fiel die Entscheidung für dieses Studium schnell.

Was mir während des Studiums besonders gefallen hat

Am wertvollsten fand ich die Abwechslung im Studium. Oft liefen zwei Module gleichzeitig, beide mit einem forensischen Thema, aber inhaltlich ganz unterschiedlich. Das machte das Studium dynamisch. Wenn mir das eine Thema weniger lag, passte das andere dafür oft umso besser zu mir.

Ein Moment, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war der Tatort-Tag (PD-Tag). Wir arbeiteten an einem realistischen Szenario und führten selbst forensische Untersuchungen durch. Danach durften wir einen Aspekt vertiefen. Ich entschied mich für das Post Mortem Interval (PMI). Das war nicht nur sehr lehrreich, sondern hat auch richtig Spaß gemacht.

Auch mein Minor war ein besonderes Semester. Ich habe mich für den Minor Taphonomie entschieden, gerade weil ich während des Studiums möglichst viele verschiedene Dinge ausprobieren wollte. Taphonomie bot eine ganz andere Herangehensweise, nicht nur inhaltlich, sondern auch im Denken über Experimente und Versuchsaufbau. Das hat meinen Blick wirklich erweitert.

Was mir das Studium gebracht hat

Von Anfang an lernt man, wie wichtig genaues Arbeiten ist, das zieht sich wirklich wie ein roter Faden durch das ganze Studium. Ich habe viel Erfahrung in den Bereichen Chemie, Labortechniken und dem Umgang mit verschiedenen Geräten gesammelt. Auch in der (Mikro-)Biologie habe ich eine solide Grundlage aufgebaut, das war für mich komplett neu.

Der forensische Kontext war überall gut integriert. Zum Beispiel lernte man, anders hinzuschauen, Situationen zu analysieren und sorgfältige Untersuchungen zu planen. Diese Denkweise nutze ich heute noch. Auch das eigenständige Planen und Durchführen von Experimenten spielte eine große Rolle, etwas, wovon ich in meinem aktuellen Job täglich profitiere.

Arbeiten beim NFI

Seit September 2024 arbeite ich am Niederländischen Forensischen Institut (NFI) als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für chemische und physikalische Spuren. Meine Arbeit ist hauptsächlich labororientiert und eng mit forensischen Untersuchungen verknüpft.

Das Studium hat mich darauf sehr gut vorbereitet. Man lernt eine Vielzahl an Labortechniken und Methoden kennen, wobei der forensische Bezug stets im Mittelpunkt steht. Auch die Praktika spielten eine wichtige Rolle: Dort konnte ich mich auf einen bestimmten Bereich spezialisieren, in meinem Fall auf die Massenspektrometrie (MS). Diese Spezialisierung war letztlich auch entscheidend für den Einstieg in meinen jetzigen Job.

Mein Tipp für zukünftige Studierende

Ich würde dieses Studium auf jeden Fall weiterempfehlen. Es ist ein breit angelegter und spannender Studiengang mit viel Abwechslung, da ist immer etwas dabei, das zu einem passt. Man entdeckt und lernt unglaublich viel, was einem oft erst richtig bewusst wird, wenn man einmal angefangen hat.

Gerade weil das Studium so vielfältig ist, lohnt es sich, im Laufe der Zeit eine Richtung zu wählen, die einen besonders interessiert. Vor allem bei der Suche nach Praktikumsplätzen ist es hilfreich, wenn man seine Interessen schon etwas eingegrenzt hat.

Besuche auf jeden Fall einen Tag der offenen Tür und nimm an einem Schnuppertag teil, das war für mich ausschlaggebend. Die Atmosphäre im Studiengang ist sehr angenehm, und das Dozierendenteam ist engagiert und nahbar. Diese Kombination hat meine Studienzeit besonders angenehm und lehrreich gemacht.

Mehr über Oukes Studium