Warum ich mich für dieses Studium entschieden habe
Schon in jungen Jahren habe ich auf unserem Milchviehbetrieb mitgearbeitet. Das hat meine Liebe zur Agrarwelt geprägt. Ursprünglich wollte ich Tierärztin werden, aber ohne VWO war das schwierig. Eines war mir jedoch klar: Ich wollte weiterhin in diesem Sektor tätig sein.
Viele agrarische Studiengänge konzentrieren sich auf die Betriebsübernahme, das war jedoch nicht mein Ziel. Und Studiengänge, die sich mit Tieren befassen, behandeln oft keine landwirtschaftlichen Nutztiere. Dann entdeckte ich Animal, Society and Business, ein breit gefächerter Studiengang, in dem man etwas über Tiere, die Gesellschaft und auch betriebswirtschaftliche Aspekte des Sektors lernt.
Was mich besonders angesprochen hat, war die Vielseitigkeit des Studiums. Von Ernährung und Gesundheit über Stallgestaltung bis hin zur Produktentwicklung, alles ist dabei. Außerdem lernt man, wie gesellschaftliche Themen im Sektor eine Rolle spielen und wie man damit umgeht.
Ganz ehrlich: Ich hatte großen Respekt vor dem Englisch. In der Oberstufe war ich darin nicht besonders gut. Aber es war letztlich gar nicht so schlimm. Man wird gut begleitet und sitzt alle im selben Boot. Das internationale Profil des Studiengangs öffnet zudem viele Türen.
Wertvolle Erfahrungen während des Studiums
Was mir sofort aufgefallen ist: die persönliche Atmosphäre an Van Hall Larenstein. Das Studium ist überschaubar, die Dozierenden sind engagiert, und man lernt schnell auch Studierende aus anderen Jahrgängen kennen. Es gibt einen festen Studienlaufbahnbegleiter*in, der/die dich in deiner persönlichen und professionellen Entwicklung unterstützt.
Was ich sehr schätze, ist, dass man sich in Projekten auf den Sektor spezialisieren kann, der einen interessiert. Ob man nun mit Kühen, Schweinen, Hühnern, Ziegen oder Schafen arbeiten möchte, man bekommt den Raum, sich zu vertiefen. Das hilft enorm bei der Orientierung und der späteren Spezialisierung.
Ein weiteres Highlight waren die Projekte für echte Auftraggebende. Manchmal musste man sie selbst finden, manchmal wurden sie über das Studium vermittelt. In beiden Fällen lernt man, wie man Forschung betreibt, mit Unternehmen zusammenarbeitet und präsentiert. Eine tolle Möglichkeit zum Netzwerken und zur Vorbereitung auf das Berufsleben.
Meine einprägsamste Erfahrung? Mein Praktikum und meine Bachelorarbeit in Kanada. Durch eine Unternehmenspräsentation an der Hochschule kam ich in Kontakt mit einem kanadischen Betrieb. Kurz darauf ging es für zehn Monate nach Guelph, Ontario. Dort arbeitete ich im Vertrieb, unterstützte Kundinnen und Außendienstmitarbeitende und schrieb meine Bachelorarbeit über die Einstellung von Landwirtinnen zur Trockenstehzeit. Eine einmalige Erfahrung, die mich persönlich sehr bereichert hat.